Jour Fixe 2008-01-07 - Protokoll
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Jour Fixe 7.1.2008
* Ort/Zeit: Café Drechsler, 1060 Wien, Linke Wienzeile 22 bzw. Girardigasse 1, /19 Uhr
* Anwesende: Leo, Agnes, Michael, Manfred (kam später), Peter Kuhm (kam später, ging früher), Chris Jeitler (kam später, ging früher), Esel, Jana, Matthias (5uper.net), Mic (5uper.net), Sari, Thomas, Martin Mair (kam später), Stefan Lutschinger (ging früher) * Schriftenführer/Moderation: Michael/Agnes
Tagespunkte
* Stand der Dinge, Position der Stadt * Positionspapier * Rücktritt Koordination * Leos Anträge * Neue Koordination * Stand mit der Stadt * Jury * Validierung * Community Building * Kommunikation/Mailinglisten
Protokoll
* Agnes fasst Ereignisse von 2007 für Neuankömmlinge bzw. lange Abwesende zusammen * Agnes fragt nach einer Jury-Strategie, ob wir mehr Zeitraum erbitten oder Mittwoch einen Jurypool vorschlagen * Leo erklärt die Idee, trotz Einrichtungsvergabe durch Fassl-Vogler eine Peanuts-Wahl zu organisieren * Stefan will mehr Innovation in der Jury-Frage: öffentliche Jury-Sitzung, Wahl der Jury über die Community, wobei nichts davon bisher implementiert wurde, auch nicht in anderen Pools * Sari will wissen was Öffentlichkeit in diesem Fall ist. Mitspracherecht?, hinter Panzerglass?, oder ein Audiostream? Möglicherweise ein Beisitzer? * Matthias will Annahmen und Absagen schriftlich formuliert haben, da dadurch Projekte nicht ratz-fatz abgelehnt werden können und man bei einer Absage auch etwas lernt. Beim BKA/Kunstsektion seien manches Mal 2seitige Begründungen zur Absage beigefügt worden. * Öffentliche Abrechnung. * Die Jury wird durch Öffentlichkeit gestärkt. * Stefan findet Videostreaming (mit Weitwinkelobjektiv) wünschenswert, und kann sich vorstellen, dass aufgrund der Diskussionskultur bei NetzNetz eine "Theatersituation" sich negativ auswirken würde. * Thomas Thurner will die Jury in einem Auditorium bzw. dem Brut sehen. * Matthias, findet dadurch hätte die Jury-Sitzung zuviel Ereignisscharakter * Agnes spricht die Internationalität der Jury an, ob Anträge dann in Englisch und Deutsch verfasst werden müssen - die Anwesenden sehen dies als unmöglich, und wünschen die Sprachbarriere über einen Dolmetscher geregelt zu haben, laut TT gibt es einen Übersetzungsdienst im Rathaus * Matthias/Mic wollen nicht, dass das Publikum Mitspracherecht hat, Community stimmt zu * Laut Manfred gibt es Juries mit Publikumsmitspracherecht, Sundance wird als Beispiel angeführt * Peter Kuhm findet nur ein Endstatement der Jury, wie oben einmal vorgeschlagen, zu wenig * Bezüglich "Theatersituation" fügt Stefan nochmals hinzu das selbst als nur "zuhörendes Publikum" die Situation potentiell schwer zu zügeln ist, und bringt als Beispiel Pankahyttn * Michael meint, es könnte reichen, Regeln aufzusetzten, und möglichenfalls Leute des Raumes verweisen - Securities engagieren? * Sari fragt nach dem Pool an Leuten, Thomas Thurner hat schon Leute für die Jury vorgeschlagen * Seine Liste inkludiert Leute die zum Thema Netzkunst/kultur publiziert haben. * andere: "Zum Thema publiziert haben" sei als Kriterium nicht ausreichend * Stefan findet Lokalkünstler zu einseitig, bzw. biased, wohingegen internationale Leute die Szene nicht genau kennen * Matthias/Mic schlagen vor, die Wahlmöglichkeit auf die Leute eingrenzen die man nicht kennt * Das Reisebudget ist im Adminbudget verankert und durch Fassl-Vogler einkalkuliert * Leo betont nocheinmal das zu kleine Adminbudget, und schlägt vor, trotz Gefahr, Mitte des Jahres kein Geld mehr zu haben, das Geld so auszugeben, dass alle netznetz-Interessen so gut wie möglich bis dahin über die Bühne laufen * Thomas findet das irrelevant, gute Vorschläge bedeutet für ihn auch Argumente für mehr Geld * Stefan stellt die Frage ob dieses Team Rückhalt und die Macht hat um gute Ergebnisse zu liefern? Laut ihm ja, er fragt die Runde, Mehrheit stimmt zu * Leo schlagt eine Möglichkeit vor, um die Jury mit zwei Stufen zu wählen. Community sucht Kandidaten, aus diesem Pool wird gemeinsam mit der Stadt ~14 in einem CP direkt wählbare Jury-Mitglieder gefiltert. * Wie wird die Jury gewählt? CP? * Sari hält die Jury-Wahl in einem CP gefährlich * Thomas möchte, dass die Jury nach der Communitywahl tagt * Es wird ein Zeitplan benötigt, der Vorschlag alle Einreichungstermine zusammenzulegen damit keine Überschneidungen passieren oder die Jury eine gute Möglichkeit sieht, ungeliebte Projekte auf die D-Kultur-Vergabewahl abzuwälzen * Thomas will 7 Juroren, 3 gewählt, 3 von der Stadt ausgesucht, ein Vorsitzender (FX wurde vorgeschlagen da er sich für eine Jury eingesetzt hat), eine nicht stimmende Sylvia Fassl-Vogler. * Esel findet eine öffentliche Jury gefährlich, Stichwort "Show", er will auch keine "krampfhaft-andere" Jury * Peter wundert sich über die für 2 Jahre bestellte Jury, wird darauf aufmerksam gemacht das dies seit November bekannt ist (Fahrplan für 2008) * Leo möchte dies umformulieren auf "Sicher 2008, mit der Aussicht auf Verlängerung 2009" * Sari will den Pool Gendermainstreamed haben * Leo meint, deshalb wird es ein 2tes Jury -Treffen geben, wobei dies sicher gestellt werden kann * Peter meint, Juror ist ein Stressjob * Thomas winkt ab und bringt ein, dass Juroren durch ihre Auswahl eine Menge Kompetenz zugeschrieben wird * Leo notiert das sein Konsensplan und die Vergabewahl bedeutet, dass die Community praktisch immer noch ALLE wählt * Stefan schlägt vor, die Jury im zweiten Jahr zu bestätigen * Öffentlichkeit in welcher Form: Audio, Video, Text? BKA hat Jury Protokolle * Esel meint nun, die Diskussion wird durch öffentliche Sitzungen erschwert * Stefan wundert sich um Esels "Gegenspin" * Thomas "Eine öffentliche Jury wäre keine Show, genausowenig wie das Parlament keine Quatschbude ist" Es ist keine Jury für bildende Kunst sondern für Netzkunst - Es kann durchaus mit Öffentlichkeit qualitativ entschieden werden * Chris will 3 Beisitzer anstatt einer öffentlichen Jurysitzung * s.o.: Es gab bisher nie Begründungen für Ab- und Zusagen * Das Publikum kann die Jury möglicherweise positiv beeinflussen, aber ist das überhaupt wünschenswert? * "Transparenz bedeutet: So simpel wie möglich" * Thomas nimmt seine Meinung zurück: KISS, Digitale Kunst ist nicht Digitale Kultur * Stefan (ironisch) will nunmehr Idioten, die alles verbocken * Chris wirft auf, dass wir zuerst klären sollten, was wir von der Jury wollen, anstatt zuerst eine Kontrolldiskussion anzufangen. * Sari gibt ein Beispiel aus der IT-Industrie, in der die Chefetagen nach geschlossenen Sitzungen die Grundzüge der Diskussion und Entscheidungsfindung als "Auszug" für die Mitarbeiter nochmals nachvollziehen * Leo schlägt, vor die Jury über Wahlzettel wie bei einer Vergabewahl zu nominieren * Thomas meint, nochmal "Digitale Kunst zurück an die Stadt, einen klassischen Split" * Stefan muss sich verabschieden, fügt hinzu, dass er hinter dem steht, was dieser Jour Fix hervorbringen wird * Digitale Kunst und Annual Convention werden von derselben Jury vergeben, deswegen ist diese Juryvergabe für die Digitale Kultur genauso wichtig * Stefan ist für den ursprünglichen Vorschlag: Öffentlichkeit soll positive qualitative Auswirkungen zeigen * Leo "Die Jury ist so gut wie die Leute die drin sitzen" * Peter findet, dass die Szene durch die Jury "bröckelt" * Leo bringt einen AC-Modulvorschlag, in dem die gegliederte Struktur der AC im Call verankert wird - es soll die Möglichkeit für kleine Organisationsteams/ Vereine erhöhen, und grosse Teams sowie engere Zusammenarbeit mit der Community bringen * Chris spricht sich über den "Wahnsinnsaufwand" der Ars Electronica aus, und bemerkt darauf, wie enorm das Budget der Ars sei. Das Budget der AC reicht seiner Ansicht nach nur für eine Location * Sari findet Leos Module-Idee gut und möchte die Koordination mit der Detailausarbeitung beauftragen. Zur Wahl meint sie, dass bisher "mehr Leute besserere Ergebnisse" gebracht haben. Die Stadt will ein Gremium, dies wird unterstützt, und alle Validierten sollen nocheinmal überprüft werden. * Thomas findet, Leos Vorschlag soll nicht als Struktur verankert werden * Agnes findet die Idee gut, speziell das Sonderprojekt (bis zu €5000, die bis zum letzten Monat zurückgehalten werden um "topaktuelle" Projekte zu präsentieren) hebt sie hervor * Konsens: Leo's Vorschlag soll nicht strukturell verankert werden, kann jedoch ein empfohlenes Kriterium bei Beantragung und Vergabe sein * Thomas möchte, dass das Finden des Validierungsgremiums genauso geregelt wird wie das Finden einer Jury
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